Studenten trauen Google-Trefferliste zu sehr
by Gaby Schulemann-Maier - Jul 29 2010, 15:13
cid Düsseldorf - In Google-Trefferlisten erstplatzierte Webseiten halten viele Studenten laut einer US-Studie automatisch für vertrauenswürdige Informationsquellen. Screenshot: cid
Führen Studierende eine Online-Recherche durch, halten sie die in den Trefferlisten von Google erstplatzierten Internetseiten für besonders glaubwürdige Quellen. Viele gehen dabei von der Annahme aus, dass der Suchmaschinengigant die jeweiligen Seiten nicht an die erste Stelle der Ergebnisliste setzen würde, wenn sie nicht vertrauenswürdig wären. Zu diesem Ergebnis sind nun US-Forscher der Northwestern University in einer Studie gekommen. Die Experten merken jedoch an, dass Google keineswegs eine Beurteilung der Glaubwürdigkeit von Webseiten durchführt.
Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung ist, dass Inhalte und das optische Erscheinungsbild von Internetseiten den Studenten in vielen Fällen weniger wichtig sind als die führende Position in einer Google-Trefferliste. Zudem gehen etliche Studierende davon aus, dass Webseiten mit Adressendungen wie .gov (Regierungsseiten) und .edu (Seiten von Bildungseinrichtungen) besonders vertrauenswürdig sind. Auch der Endung .org sprechen sie automatisch eine hohe Verlässlichkeit der Inhalte zu. Mit dieser Einschätzung können sie aber falsch liegen: Obwohl .org für 'Organisation' steht, kann jedermann - und keineswegs nur Organisationen - Internetadressen mit dieser Endung für seine Online-Auftritte verwenden. Folglich können die präsentierten Inhalte durchaus kommerzieller Natur oder unseriös sein.
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