3-D-Kino: Mehr Sehgenuss dank neuer Technologie
by Gaby Schulemann-Maier - Jul 28 2010, 12:04
cid Zürich/Schweiz - Im oberen Originalbild ist der 3-D-Effekt zu stark. In der unteren bearbeiteten Version ist das Auto zurück 'ins Bild hinein' verschoben. KUK Filmproduktion GmbH
Mit einer neuen Berechnungsmethode sollen Filme besser in 3D umgewandelt werden können. Entwickelt worden ist das Verfahren von Experten von Disney Research Zurich. Mit mathematischen Berechnungen kann bestehendes dreidimensionales Filmmaterial optimiert werden, auch dessen Tiefenwirkung soll sich verbessern lassen. Hierdurch soll vermieden werden, dass Betrachter im Kino aufgrund der ungewohnten 3-D-Bilder unter Kopfschmerzen leiden.
Wenn ein Schauspieler in einem Film quasi aus dem Bildschirm hinausspringt, kann das laut der ETH Zürich irritierend sein. Damit 3-D ein Genuss ist, müsse beim Tiefeneindruck deshalb eine bestimmte 'Komfortzone' eingehalten werden, so die Experten. Schon beim Filmen der Szenen wird normalerweise darauf geachtet, doch nicht immer gelingt das Einhalten der Komfortzone. Dann müssen einzelne Szenen nachträglich am Computer bearbeitet werden, was bisher sehr aufwendig gewesen ist. Der neue Ansatz soll hier für Abhilfe sorgen und eine effizientere Berechnung ermöglichen, um für eine ausgeglichene Tiefenwirkung der Filmsequenzen zu sorgen. Neben der Optimierung von Kinofilmen ist gemäß den Entwicklern auch die 3-D-Fernseh-Liveübertragung ein mögliches Einsatzgebiet für die neue Software. Zudem soll das Umwandeln zweidimensionaler Filme in 3-D-Werke mit dem Tool besser funktionieren als bisher.
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